Eine wunderschöne Woche auf Sansibar

Nach unserem Seminar in Dar Es Salaam reisten wir sechs Keniafreiwillige in einer überklimatisierten Fähre weiter auf die Traumhafte Insel Sansibar und wurden wie schon die Woche davor von der Hitze überrascht, die so im Kontrast steht zur Regenzeit in Kisii.
Unsere erste Nacht verbrachten wir in Stonetown, der bekannteste Stadtteil der größten Stadt Sansibars, in einem wunderschönen Hostel mit Dachterasse mit Meerblick, lauter Teppichen, Sisha und grünem Tee, sowie wunderbar kreativ eingerichtete Räume mit bunten Stoffen, Photographien und Weinlampen – das ganze konnten wir zur Freude unserer Backpacker Herzen für nur acht Dollar genießen. Durch Stonetown Gassen zu laufen, den lokalen Foodmarket zu erkunden, die arabischen Einflüsse zu bewundern und das türkisene Meer zu entdecken war dabei ein gelungener Anfang unserer Reise, die uns gleich am nächsten Tag in das im Norden gelegene „Partydorf“ Nungwi führen sollte. Hier genossen wir hauptsächlich das Meer, Strandspaziergänge und eine Schnorcheltour bei Wellengang, was sowohl das Schnorcheln als auch die Rückfahrt zu einem echten Abenteuer machte. Interessant war wie viele Italiener in Nungwi zu finden waren, wie der Strand größtenteils und leider von riesigen Hotels gesäumt war und dass wir von den Touristen den Eindruck hatten hauptsächlich am Meer und am Feiern interessiert zu sein und weniger an der Kultur. Vielleicht sind wir nach unserer Zeit hier in Kenia einfach anders sensibilisiert für solche Dinge, jedoch fanden wir es alle erschreckend wie knapp begleidet viele Touristen auf einer muslimischen Insel herum liefen und damit nicht gerade ihren Respekt vor der lokalen Kultur zum Ausdruck brachten. Weiterhin erinnerungswürdig an unsere Zeit in Nungwi war definitiv unser hyperaktive Hostelbesitzer, der 24/7 am bauen war, kein Schild für sein Hostel aufstellen wollte um keine Steuern zahlen zu müssen, alles was man nannte als „crazy idea“ bezeichnete, auf Gitarre ein Lied über ‚Gulasch und Kartoffel‘ begleitete, uns mit selbstgekochten Malzeiten so viel überschüttete, dass wir uns fragten wie sein Hostel Gewinn abwerfen kann und der uns dann auch noch prompt eine kostenlose Unterkunft für unseren letzten Abend in Stonetown in seinem zweiten Hostel anbot. Nungwi hatte dabei die schönsten Strände für uns zu bieten, unser nächstes und letztes Reiseziel an der Ostküste, genannt Paje,  überzeugte aber dann hauptsächlich durch das andere Puplikum. In Paje trafen wir dann auf viel jüngere und weniger wohlhabend und uns mehr gleichgesinnte Reisende, hier wird viel Kite Surfing betrieben und besonders genießen konnten wir neben den Strandparties auch wieder in den Genuss italienischen Essens zu kommen. Auch in Paje hatten wir wieder unglaublich viel Glück mit der Unterkunft, eine Art Geheimtipp von anderen Freiwilligen direkt am Strand – etwas, dass wir bei dieser Reise besonders schön fanden war demnach auch einfach die Unterkünfte, nur das nötigste dabei zu haben, in viel zu vollen Bussen Musik zu teilen und abends zusammen zu sitzen. Aber auch der arabische Einfluss war ein sehenswerter Einblick z.B. dass die Frauen sich mit wunderschön bunten Tüchern verschleiern oder wie vielfältig die lokalen Märkte sich uns zeigten, genau so wie das Differenzieren unsererseits von einer bestimmten Art des Tourismus.
Von Sansibar nehmen wir nur positive Eindrücke mit, die neben den wunderschönen Stränden auch sehr stark auf die von uns getroffenen Menschen zurück zu führen ist.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s